Touren in der Nähe Osttirol

Nationalpark Hohe Tauern (ca. 270 km) Kl.

Road Book: Matrei – Kalsertal – Matrei - Virgental – Nähere Infos

Osttirol

Osttirol ist nach wie vor eine Art Geheimtipp. Abseits vom Massentourismus findet man dort Ruhe, Natur und Erholung. Eine stolze Bergkulisse und grĂĽne Almen machen den Aufenthalt zum intensiven Erlebnis. Schon bei der Einreise merkt man, dass es in Osttirol ruhiger zugeht als anderswo: Nicht ein StĂĽck Autobahn fĂĽhrt durch die Region.

Osttirol erstreckt sich zwischen den Tauern und dem Karwendel im Süden von Österreich. Seine Grenzen teilt es sich mit Italien (Südtirol), Kärnten und dem Salzburger Land. Zu Nordtirol besteht seit 1919 als Folge des Ersten Weltkrieges kein direkter Zugang. Aber auch mit dem Rest der Welt verbinden Osttirol nur sechs Straßen, von denen fünf über Pässe führen und die sechste durch den Felbertauerntunnel geht.

Ein guter Ausgangspunkt für Motorradtouren ist Matrei. Herrlich gelegen an den Hohen Tauern, hat man von diesem Ort die Möglichkeit, eine ganze Reihe von Dreitausendern wie den Großvenediger zu bezwingen.

Im Norden Osttirols befindet sich eines der größten Naturreservate Europas: Der Nationalpark Hohe Tauern. Mit 1.800 Quadratkilometern Gesamtgröße erstreckt er sich bis Tirol, Kärnten und Salzburg, wobei Osttirol einen 610 Quadratkilometer großen Anteil hat.

Osttirol ist traditionell eine Region für Kulturinteressierte. Viele romanische und gotische Landkirchen sind bestens erhalten und auch zu besichtigen – vorausgesetzt, man holt sich vorher vom Pfarrer den Schlüssel.

Lienz ist die größte Stadt in Osttirol und zugleich Bezirkshauptstadt. Seine Altstadt erstreckt sich rechts und links der Isel und lässt reichlich Gelegenheit, in einem der Cafés auszuruhen und das Stadtleben auf sich wirken zu lassen. Erfreulicherweise liegen die jährlichen Sonnenstunden in Lienz deutlich über dem österreichischen Durchschnitt. Unbedingt anschauen sollte man sich Schloss Bruck, dass sich im Westen der Stadt auf einer bewaldeten Anhöhe erhebt.

Ein echtes Osttiroler „Schmankerl“ ist die römische Stadt Aguntum, eine Römerstadt und ein Bischofssitz aus dem Jahre 662. Sie befindet sich fünf Kilometer östlich von Lienz, nahe dem Dorf Dölsach. Seit dem 18. Jahrhundert werden in der antiken Siedlung Ausgrabungen vorgenommen. Heute ist sie ein einzigartiges Geschichtsdokument zum Anfassen.

Randnotiz

Auf schmalen Pfaden

Schon immer waren die Wege über den 2.481 Meter hohen Felbertauern klassische Handelsrouten. Die Kelten und die Römer waren die Ersten, die ab dem 5. Jahrhundert Salz vom Norden in den Süden schafften. Die Waren wurden von so genannten Säumern transportiert. Das waren vor allem Bauern, die dieses Geschäft im Nebenerwerb ausübten. Ein Saum wog 150 Kilo und wurde von einem Pferd getragen. Diese Saumpferde konnten an einem Tag knapp 40 Kilometer zurücklegen. Um den Säumern auf ihren mehrtägigen Touren Unterkunft zu verschaffen, wurden Tauernhäuser gebaut. Deren Betreiber mussten die Reisenden auch verpflegen.


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