Touren in der Nähe Gardasee/Trentino

Auf den Spuren des GroĂźen Krieges (ca. 171 km) Kl.

Road Book: Malcesine – Nago-Torbole – Mori – Rovereto – Nähere Infos

Auf ins Valvestino (ca. 155 km) Kl.

Road Book: Sirmione – Desenzano – Salo – Gardone - Tocolano-Maderno Nähere Infos

Den Idrosee im Visier (ca. 235 km) Kl.

Road Book: Gargnano – Limone –Riva – Ledrosee – Monte Nähere Infos

Den Kaiserjägern auf der Spur (250 km) Kl.

Road Book: Calceranica - Levico Terme - Passo di Vezzena - Ghertele Nähere Infos

Eine Tour de Kultur (ca. 205 km) Kl.

Road Book: Assenza – Malcesine – Nago-Torbole – Mori - Nähere Infos

Einmal rund um das Brenta-Massiv (ca. 220 km) Kl.

Roadbook: Mezzana – Cles – Molveno – Riva di Garda – Nähere Infos

Einmal rund um den Gardasee (ca. 179 km) Kl.

Road Book: Assenza – Malcesine – Nago-Torbole – Riva – Nähere Infos

Fahrspaß im Reich der Apfelbäume (ca. 185 km) Kl.

Road Book: Denno – Lago di Tovel – Tuenno – Cles – Fondo Nähere Infos

Im Hinterland des Gardasees (ca. 213 km) Kl.

Road Book: Tignale – Vesio – Limone – Riva – Tenno – Nähere Infos

Im tiefen SĂĽden von SĂĽdtirol (ca. 302 km) Kl.

Road Book: Monte Penegal - Ruffré – Coredo – Cles – Pellizzano Nähere Infos

Lessinische Berge (ca. 147 km) Kl.

Road Book: Sirmione – Peschiera - Verona – Grezzana – Bosco Nähere Infos

Links und rechts des Etschtales (ca. 168 km) Kl.

Roadbook: Brenzone – Malcesine – Nago-Torbole – Tierno Nähere Infos

Monte Baldo Höhenstraße (130 km) Kl.

Road Book: Malcesine - Nago-Torbole - Loppio - Mori - Brentonico Nähere Infos

Pässe fahren im Grenzbereich (ca. 223 km) Kl.

Road Book: Cogolo di Pejo – Passo del Tonale – Ponte di Legno Nähere Infos

Pässerunde westlich des Gardasees (ca. 238 km) Kl.

Road Book: Nago-Torbole – Riva del Garda - Tremosine - Tignale Nähere Infos

Rund um das Adamello-Presanella-Massiv (ca. 217 km) Kl.

Road Book: Giustino – Tione – Idrosee – Passo di Croce Nähere Infos

Rund um das Hochplateau der Paganella (ca. 170 km) Kl.

Road Book: Andalo – Cavedago – Mezzolombardo – Mezzocorona Nähere Infos

Rund um das Lavazejoch (ca. 161 km) Kl.

Road Book: Cembra – Grauno – Cavalese – Lavazejoch – Nähere Infos

Rund um den Monte Baldo (ca. 194 km) Kl.

Road Book: Desenzano – Peschiera – Lazise – Garda – Malcesine Nähere Infos

Serpentinen am Monte Bondone (120 km) Kl.

Road Book: Nago - Riva Valle dei Laghi - Arco - Dro - Pietramurata Nähere Infos

Trentiner Tälertour (ca. 230 km) Kl.

Road Book: Mezzana – Val di Sole – Male – Val di Rabbi Nähere Infos

Trentiner Trio – eine Tour, drei Pässe (ca. 211 km) Kl.

Road Book: Roncegno Terme – Passo di Manghen – Tesero – Nähere Infos

Vier-Seen-Tour (200 km) Kl.

Road Book: Tremosine - Limone - Riva - Biacesa - Molina di Ledro Nähere Infos

Vom Gardasee nach Trento (ca. 170 km) Kl.

Road Book: Torbole – Loppio – Ronzo-Chienis – Isera – Nähere Infos

Von der Brenta zum Gardasee (ca. 215 km) Kl.

Road Book: Commezzadura – Cles – Tuenno - Molveno – Pietramurata Nähere Infos

Zauberhafter Molvenosee (150 km) Kl.

Road Book: Nago - Arco - Dro - Valle dei Laghi - Pietramurata Nähere Infos

Zu den Trentiner Highlights (ca. 347 km) Kl.

Road Book: San Lorenzo in Banale – Tione – Pinzolo – Madonna Nähere Infos

Zum Mekka der Motorradfahrer (ca. 297 km) Kl.

Road Book: Cogolo di Pejo – Passo del Tonale – Ponte di Legno Nähere Infos

Zwischen Brenta und Val die Cembra (ca. 264 km) Kl.

Road Book: Pinzolo – Madonna di Campiglio – Dimaro – Male Nähere Infos

Zwischen Gardasee und Brenta-Dolomiten (ca. 203 km) Kl.

Road Book: Ponte Arche – Vezzano – Calavino – Drena – Nähere Infos

Zwischen Gardasee und Iseosee (ca. 290 km) Kl.

Road Book: Gargnano – Valvestino – Idro – Nozza – Tavernole Nähere Infos

Gardasee und Trentino

Gardasee

Der erste Morgen. Frühstück mit Aussicht. Draußen verjagt die Sonne den letzten Frühdunst und gibt den Blick auf tiefblaues Wasser, dunkelgrüne Berghänge und weißen Fels frei. Endlich Italien, endlich Süden, endlich Sonne. Endlich Motorradfahren auf kleinen und verschlungenen Straßen, auf rauem griffigem Asphalt. Der Caffè latte kann noch so verführerisch duften – er hat keine Chance gegen dieses Kribbeln in der rechten Hand. Da draußen warten Kurven, nichts als Kurven. Also pronto den letzten Schluck genommen und dann raus aufs Bike. „Grazie“ für das Frühstück und „ciao“ bis heute Abend.

Als Klassiker für die erste Motorradtour des Jahres hat der Gardasee in den letzten Jahrzehnten nichts von seiner Bedeutung verloren. Nirgendwo anders kann man dem verregneten deutschen Frühjahr besser ein Schnippchen schlagen als in der Region rund um den Gardasee. Tagsüber in den Bergen den Schräglagen nachjagen und abends unter Palmen eine Pizza essen – das hat schon etwas.

Sehenswerte Regionen und Orte

Riva

Riva ist zwar nicht die größte, aber dennoch die eigentliche Haupstadt des Gardasees. Nicht nur wegen ihrer idyllischen Lage am fjordartigen Nordufer des Sees. Sondern auch, weil der Reisende von Norden her kommend hier zum ersten Mal den Lago di Garda vor Augen hat. Ein Anblick, der einen nicht so schnell loslässt.

Jahrhunderte lang schlugen sich hier Trentiner, Veroneser, Venezianer und Mailänder die Köpfe ein. Denn wer Riva besaß, kontrollierte die Zugänge zur Po-Ebene und zu den Alpen. Die Deutschen entdeckten die Stadt während des 19. Jahrhunderts. Großbürgertum und Dichter gaben sich die Klinke in die Hand. Die Gebrüder Mann, Heine, Nietzsche, Rilke und Schopenhauer – alle dichteten an Rivas Ufer.

Glanzstück der Stadt ist ihr historischer Kern, die gute Stube. Hier geht man spazieren, hier flaniert man, hier kauft man ein. Ob Mode, Gebrauchsartikel oder Souvenirs – man bekommt stets etwas für sein Geld. Das gesamte Zentrum ist Fußgängerzone, und man stellt das Bike am besten auf dem Parkplatz am östlichen Stadteingang ab. Beim Rundgang dürfen auf keinen Fall fehlen: die Stadtfestung La Rocca, die Uferpromenade, der Markplatz, der Apponale-Turm, der Park, die Pfarrkir?che Chiesa Inviolata.

Malcesine

Mal Sasso, verfluchter Fels, nannten die Seefahrer in grauer Vorzeit einen gefährlichen Vorsprung am Ostufer des Sees und wurden damit zu Namensgebern des hier später gegründeten Ortes Malcesine. Richtig bekannt wurde das hübsche Städtchen jedoch wegen einer anderen Geschichte: Unser großer Goethe fand an der alten Skaliger-Burg Malcesines so viel Gefallen, dass er sie auf seinem Skizzenblock festhielt. Diese ungewohnte Aktivität erregte das Misstrauen des Polizeichefs. War der Fremde ein Spion Österreichs? Goethe wanderte hinter Gitter und benötigte seine ganze Überzeugungskunst, um dem Galgen zu entgehen. Immerhin 6 Seiten widmete er diesem Abenteuer in der Beschreibung seiner Italienreise.

Trotz im Sommer manchmal heftigen Touristenansturms hat sich Malcesine seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. In den Gassen der malerischen Altstadt funktioniert das Leben mit und ohne die Urlauber, und man kann in den Geschäften so manches Schnäppchen machen. Man stellt das Motorrad auf dem Parkplatz in der Ortsmitte ab und spaziert am besten zu Fuß durch Malcesine. Dabei darf das pittoreske Hafenbecken auf keinen Fall fehlen. Den besten Blick hat man von der Mole aus zurück auf den Ort und den Monte Baldo.

Salo

Wer beispielsweise an einem lauen Sommerabend von Salo aus am See entlang nach Norden fährt, merkt deutlich, wie es allmählich kühler wird. Kein Wunder: Die Stadt am Südweszzipfel des Gardasees ist vom Klima begünstigt. In einer schützenden Bucht gelegen, weist Salo in der Regel immer ein paar Grad mehr auf als die anderen Orte am Ufer. Auch sonst ist die 10.000-Einwohner-Stadt ein absolut zu empfehlendes Besuchsziel. Die Altstadtgassen mit ihren vielen Geschäften laden zum Bummel ein, die lange Seepromenade ist der heiße Tip für einen stimungsvollen Cappuccino. Da der Stadtkern für Motorräder gesperrt ist, sollte man auf dem Platz am östlichen Stadttor parken und von dort aus direkt am See entlang den Salo-Bummel starten.

Schon die Römer hatten hier einen wichtigen Handels- und Verwaltungsplatz errichtet. Später verstand es Salo, sich immer mit den jeweiligen Machthabern Italiens gut zustellen und sich so ungestört zu einer richtigen Stadt zu entwickeln. 1943 kam die Stadt in die Schlagzeilen, als der entmachtete Mussolini auf Befehl Hitlers am Gardasee eine italienische Marionetten-Republik errichtete. Als Hauptstadt diente Salo. Gott sei Dank blieb dieser Spuk ohne Nachwirkungen für die sympathische Stadt.

Sirmione

Eine bildschöne Altstadt und eine phantastische Wasserburg – das ist Sirmione. Am besten besucht man den Ort während der Woche, wenn weniger Touristen unterwegs sind. Zwar ist der Trubel dann immer noch ganz ordentlich, doch sollte man sich Sirmione auf keinen Fall entgehen lassen. Bereits das Kastell am Stadteingang ist eines der Top-Fotomotive. Mal schnell ein Eis an einem der hervorragenden Eisstände geholt, dann geht es weiter (zu Fuß) zur Piazza Carducci oder einfach kreuz und quer durch die schmalen, kühlen Gassen. Hinter dem Kastell wird es etwas ruhiger, und man spaziert gemütlich auf dem ausgeschilderten Panoramaweg in Richtung Olivenhain. Ein Stück weiter folgen die Grotten des Catull. Dabei handelt es sich nicht um wirkliche Grotten, sondern um die Reste einer römischen Villa. Denn schon in der Antike schätzte man die bezaubernde Aussicht von der Halbinsel auf den gesamten Gardasee. Nach dem Fall des Römischen Reiches wurde Sirmione von Barbaren besetzt und versank in der Bedeutungslosigkeit. Erst mit der Herrschaft des italienischen Geschlechts der Skaliger gewann es im 13. Jahrhundert allmählich wieder an Bedeutung. Die Skaliger waren es auch, die der Stadt ihr heutiges Gesicht gaben.

Trentino

Die Region Trentino umfasst eine Fläche von 6.206 Quadratkilometern und hat rund 530.000 Einwohner. Die Provinz grenzt nördlich an Südtirol, im Osten und Süden an Venetien (Gardasee), im Westen an die Lombardei. Das Land ist sehr gebirgig und wird von der Etsch durchflossen. Das Trentino gliedert sich in sechs große Talschaften: In der Mitte von Nord nach Süd das Etschtal, im Westen die Judikarien und das Sulzbergtal, im Osten das Fleimstal mit dem Fassatal und dem Suganertal sowie im Südwesten zwischen Lagertal und Judikarien das untere Sarcatal mit dem Gardasee. Das Lagertal und das untere Sarcatal sind die tiefstgelegenen Täler der Alpen. Der höchste Berg des Trentino ist der Monte Cevedale (3.769 m) in der Ortlergruppe.

Sehenswerte Regionen und Orte

Trento

Die sehenswerte Hauptstadt des Trentino mit ihren 110.000 Einwohnern kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Die bezaubernden Fresken auf den Palazzi der Altstadt berichten etwas davon und zeigen u. a. mythologische Figuren, die Reise der deutschen Kaiser nach Rom, das Konzil 1545, oder das Fürstbistum, das über Jahrhunderte über das Tal entschied. Trient hat viel zu bieten. Nicht nur geschichtsträchtige Denkmäler, Palazzi und Schlösser, sondern auch eine besondere Atmosphäre, Kultur und kulinarische Köstlichkeiten. Vielen Besuchern entgehen die Besonderheiten der Stadt, da sie nicht genug Zeit zur Verfügung haben oder nur die Umgebung erkunden und sich somit nicht die Zeit für die Sehenswürdigkeiten der Altstadt nehmen.

Cavalese

Das bildhübsche Cavalese ist ein touristisch beliebtes Ferienziel, vor allem im Winter, da sich ein bekanntes Skigebiet mit zahlreichen Pisten direkt dem Dorf angrenzt. Aber auch im Sommer lädt die Landschaft zu erholsamen Tagen inmitten der Natur ein. Dem Sommergast bietet die Umgebung von Cavalese zahlreiche Wander- und Forstwege, und es bietet sich an, die Natur auch einmal abseits des Motorradsattels zu genießen.

Motorrad-Infos

Motorradtreffs

Aussichtspunkt Bocca di Navene auf der Monte Baldo Höhenstraße

Motorradhändler

BMW: Elaberg Moto, Via Alto Aldige, N 108, I-38100 Trento, 0039/0461/828218

Honda: Sembenini, Via S. Francesco 35, I-38066 Riva del Garda, 0039/0464/552128

Suzuki: Niko Moto, Via Brennero 111, I-38100 Trento, 0039/0461/420150

Kawasaki: Tamoto, Via del Garda 25, I-38068 Rovereto, 0039/0464/432885

Yamaha: La Bottega del Moleta, C.C. Le Girasole VS Caterini, I-38062 Statale Arco-Riva, 0039/0464/517047

1. Randnotiz

Der ewige Streit

Man hört es in der Sprache, man sieht es im Straßenbild, man spürt es, wenn man mit den Menschen redet: Diese Doppelregion Trentino-Alto Adige ist kein gewachsenes Gebilde. Kein Wunder, gibt es sie doch erst seit 1946. Damals wurde den Südtirolern Zweisprachigkeit und Selbstverwaltung zugestanden, allerdings nur im Rahmen dieser künstlichen Doppelregion, in der die Italiener die Mehrheit bildeten.

Vorangegangen waren unendlich lange Querelen. Südtirol ist erst seit dem Ende des Ersten Weltkrieges italienisch. Damals wurde es nach der Niederlage Österreichs den Italienern zugesprochen. Verständlicherweise gegen den Widerstand der österreichischen bzw. tiroler Bevölkerung. Sofort begann die Regierung in Rom, zigtausende von Menschen aus Süditalien in den Norden zu holen und die italienische Sprache durchzusetzen.

Die 1950er- und 1960er-Jahre waren geprägt von Anschlägen und Streitigkeiten. Erst seit 1992 ein Autonomiepaket in Kraft trat, ist in Südtirol Ruhe und Friede eingekehrt.

2. Randnotiz

Occidentale und Orientale

Sie gilt als eine der schönsten Panoramastrecken der Trentiner Alpen: Die 44 Kilometer lange Gardesana Occidentale. Als Meisterwerk der Straßenbaukunst wurde sie 1931 am Westufer des Sees regelrecht aus dem senkrechten Fels gesprengt. 50 Brücken und 74 Tunnels gilt es zwischen Riva im Norden und Salo im Süden zu überwinden. Die Aussicht auf den See und das Massiv des Monte Baldo ist dabei grandios.

Das Gegenstück auf der Ostseite nennt sich Gardesana Orientale und ist 65 Kilometer lang. 1929 erbaut, verbindet sie Torbole im Norden mit Peschiera im Süden. Die unzähligen Ortschaften, die sich wie Perlen aneinanderreihen, geben dieser Strecke ihren besonderen Reiz. Man nennt sie auch „Riviera degli Olivi“. Der Grund sind die zum Teil Jahrhunderte alten Olivenbäume, die Wahrzeichen des östlichen Gardaseeufers.


Kontakt

  |  

Impressum

  |